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Im Gegensatz zu vielen anderen hundeverrückten Menschen habe ich nicht als Kind Hunde ausgeliehen um mit ihnen spazieren zu gehen. Ich hatte zwar schon immer großes Interesse an Hunden aber der erste kam erst nach meinem Einzug in meine eigene Wohnung.
Im Jahre 1996 zog unser Eurasier Aiko ein. Ein unkomplizierter Hund, ich machte die Erziehung einfach aus dem Bauch heraus. Mit einem halben Jahr wurde bei ihm eine tödlich verlaufende Autoimmunkrankheit diagnostiziert. Im Alter von 2 ½ Jahren mussten wir ihn schweren Herzen einschläfern lassen.
Im März 2002 zog Kenzo (weißer Schäferhundrüde) mit 9 Wochen in unser Zuhause und stellte mich vor neue Herausforderungen. Aus einem ängstlichen Welpen entwickelten sich eine gute Handvoll diverser Probleme. Seine Ängstlichkeit schlug alsbald in Aggression um, die sich am heftigsten als Problem mit anderen Hunden zeigte. Er war weder futter- noch spielzeugmotiviert, ein Meister darin irgendwelche Fehlverknüpfungen aufzubauen und wir jagten ihn und uns durch verschiedene Hundeschulen, erhielten gute und weniger gute Tipps, arbeiteten nach diesem und jenem „Konzept“ und fanden in diesem Punkt doch irgendwie nicht richtig zueinander. 2007 erhielt ich auf einem Problemhundeseminar von Rolf C. Franck Trainingsansätze, die uns endlich ein Stück weiterbrachten. Da Kenzo nie gelernt hatte, wie man sich anderen Hunden gegenüber vernünftig verhält war es mir sehr wichtig, ihm, soweit es geht, den Kontakt zu einigen Hunden zu ermöglichen. Mittlerweile pflegt er sogar verschiedene nette Hundefreundschaften mit Hündinnen sowie mit Rüden. Wir haben unseren Weg gefunden und ich möchte die Erfahrungen, die ich mit Kenzo gemacht habe nicht missen, denn gerade durch ihn habe ich sehr viel lernen können.
Zwischenzeitlich absolvierte ich ein Praktikum in einer Hundeschule, die ich vorher als Kundin besuchte und konnte viele Trainingssituationen und Alltagsprobleme beobachten und später in eigenen Gruppen mit den Menschen und ihren Hunden zusammenarbeiten.
Ende 2007 verließ ich die Hundeschule aus persönlichen Gründen. Da uns aber schnell der Spaß auf dem Hundeplatz fehlte, mieteten wir uns auf dem Trainingsgelände des ADRK unter. Mitte des Jahres 2009 entschloss ich mich, wieder Trainingsstunden anzubieten.
Im Januar 2009 zog unser Deutscher Schäferhundwelpe Taylor (Kurtis vom Ohrbecker Esch) in unsere Familie. Es ist toll, die beiden Hunden im Zusammenleben zu beobachten und ich auch dadurch wieder einiges dazulerne.
Durch den Besuch verschiedener Seminare lernte und lerne ich immer noch verschiedene Sichtweisen und Trainingsansätze kennen und filtere mir das hinaus, was ich für mich als sinnvoll erachte. Gerade in der Hundeerziehung bzw. Verhaltesforschung gibt es laufend neue Erkenntnisse und ich bin der Meinung, dass man immer mal wieder über den eigenen Tellerrand hinausschauen sollte um sich nicht selber auf einer Schiene festzufahren.
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